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Reservierungen
sind besonders an den Wochenenden und an Feiertagen erforderlich.
Unser wunderschönes Garten – Restaurant mit einem Ausblick auf den
Tafelberg ist nur wenige Meter vom „Tasting Room“ entfernt und
somit ein Muss nach jeder Weinprobe. Das Angebot an Speisen reicht von leichten
Käseplatten bis hin zu traditioneller südafrikanischer Küche
und bietet auch einen Catering Service für kleine private Veranstaltungen
an. Genießen Sie ein Mittagessen in einer unbeschwerten Atmosphäre,
wo sogar Hühner herumlaufen.
Das Restaurant serviert Frühstück, Mittagessen und Tee.
Öffnungszeiten:
Mo – So: Frühstück 9.30 – 11.30 Uhr
Mittagessen 12.00 – 15.00 Uhr
Tee und Käseplatten 15.30 – 16.30 Uhr
Geschlossen an:
Neujahr, Karfreitag, Ostersonntag und am 25. Dezember

Salat mit geräuchertem
Lachs
Leberwurst Pate
Deutscher Kartoffelsalat
Heimischer Käse – drei oder vier verschiedene Sorten
Gepökeltes Fleisch – Pfeffersalami, roher Schinken, Kudu Carpaccio
Hausgemachte Dolmades, Oliven, eingemachte Früchte
Frische Früchte
Unser berühmter Mascarpone – Käsekuchen
Frisch gebackenes Farmbrot, französisches Baguette und Cracker
Die Körbe sind für 2 oder 4 Personen erhältlich
R120 pro Person
(Wein nicht mit inbegriffen)
Kinder unter 12
Jahren zahlen R60
( Bratwurst Hotdog und Tomatensauce, Chips, Süßigkeiten, frische
Früchte und Fruchtsaft)
Sie können
alle Delheim Weine in unserem „Vat Cellar“ erhalten
und diese mit Ihrem Picknick geniessen. Das Picknick
muss bis 16.30Uhr in unserem Restaurant bezahlt werden.
Für Anfragen
oder Reservierungen kontaktieren Sie bitte Candice oder
Daleen in unserem Restaurant unter +27 (0) 21 888 4607.
Reservierungen
sind min. 24 Stunden im Voraus erforderlich, da nur
eine begrenzte Anzahl an Picknick Körben vorhanden
ist.

Das ganze Jahr
hindurch heißen wir unsere Gäste zu einer
Weinprobe im legendären „Downstairs“ Keller
willkommen. Unsere Farm ist eine der wenigen, wo man
sich während der Weinprobe hinsetzen und entspannen
kann.
Für diejenigen, die alte Weine mögen, haben wir unsere „Collector`s
Corner“, wo Sie sich in aller Ruhe umsehen können. Sie können
auch unser spinnennetzüberzogenes Fenster bestaunen, was mittlerweile
schon zu einer Legende geworden ist.
Kellerführung
Besuchen Sie das Herz von Delheim in einem geführten Rundgang durch den
Keller.
Der Rundgang führt Sie von der Traubenannahme über deren Verarbeitung
schließlich zur Abfüllung und Ausstattung. Dies ist eine lehrreiche
Erfahrung für Jung und Alt, die 30 Minuten in Anspruch nimmt.
Die Führung startet am „Downstairs“ Keller. Gruppen, die gerne
eine Kellerführung machen möchten, sollten im Voraus buchen.
Öffnungszeiten:
Mo – So 09.00 – 17.00 Uhr
Feiertage 09.00 – 17.00 Uhr
Kellerführungen
Mo – So 10.30 Uhr und 14.30 Uhr
Preise:
R25 pro Person (Weinprobe und Kellerführung)
R20 pro Person ( nur Weinprobe)
R20 pro Person (nur Kellerführung)
Gruppen über
10 Personen
R 35 (Weinprobe und Kellerführung)
In unserem wunderschönen
Verkostungsraum, dem sogenannten „Vat Cellar“,
der sich in unserem Weinkeller befindet, können
wir Gruppen von bis zu 30 Persoenen unterbringen. Er
ist mit handgeschnitzten Holzfässern dekoriert,
von denen jedes einzelne ein Kapitel von Delheims Geschichte
darstellt.
Es sind Sanitäranlagen vorhanden, die auch mit einem Rollstuhl leicht
zugängig sind. Gruppenveranstaltungen sollten jedoch im Voraus gebucht
werden. Bitte wenden Sie sich an Amanda de Klerk; Tel: +27 (0) 21 888 – 4611;
Fax: +27 (0) 21 888 – 4601 oder amanda@delheim.com. Sie ist unsere Ansprechpartnerin
für Reisegruppen, private Veranstaltungen, Weinproben, Kellerführungen
und Tagungen.
Verfügbar ist unser „Vat Cellar“ für Gruppen von 10 bis
40 Personen und die Preise sind gültig bis….
Informationen zu Tagungen
Tagungen können
in unserem „Vat Cellar“ abgehalten werden.
Der „Vat Cellar“, der sich in unserem Produktionskeller
befindet, bietet:
- eine entspannte Tagungsatmosphäre
- Sitzgelegenheiten für bis zu 40 Personen
- eine Klimaanlage
- Sanitäranlagen
- Er ist leicht mit einem Rollstuhl zugängig
- eine private Terrasse über unseren „Wetlands“ und dem Garten
Sie können die folgenden Angebote nutzen:
Unser Ganztages
Angebot
Bei Ankunft: Kaffee
und Tee
Am Vormittag: Kaffee, Tee und Muffins
Mittagessen: im Restaurant
Am Nachmittag: Kaffee, Tee und Koeksisters
Preise für
bis zu 20 Personen: R 200 pro Person und Tag
Preise für 21 bis 40 Personen: R 170 pro Person und Tag
Unser Halbtages Angebot
Bei Ankunft: Kaffee
und Tee
Am Vormittag: Kaffee, Tee und Muffins
Mittagessen: im Restaurant
Preis für
1 bis 40 Personen: R170 pro Person und Tag
Bitte beachten Sie die folgenden Informationen
- das Mittagessen
besteht aus einem Zwei – Gänge – Menü,
was ein Glas Wein oder Fruchtsaft einschließt
- unsere Speisekarte können Sie während ihrer Pause am Vormittag
einsehen. Im Falle einer sehr kurzen Mittagspause, sollten die Bestellungen
während Ihrer Pause am Vormittag aufgegeben werden. Falls Sie spezielle
Menüwünsche, z.B. im Fall einer Lebensmittelallergie haben, geben
Sie uns bitte rechtzeitig bescheid.
- unsere Angebote
enthalten keine Tagungszubehör. Wenn Sie möchten,
dass wir dies für Sie organisieren, informieren
Sie uns bitte frühzeitig.
- wenn die Tagung
bereits bestätigt wurde, sollte die Teilnehmerzahl
drei Tage im Voraus angegeben werden
Absagen
Bitte beachten
Sie, dass Absagen min. drei Tage im Voraus getätigt
werden müssen, um nicht den vollen Betrag zahlen
zu müssen.
Wir danken Ihnen
für Ihr Verständnis
Ihr Delheim Team

Die Oakleaf
Lodge befindet sich auf der Farm „Delvera“ in
der Nähe von Delheim. Sie bietet gemütliche
und erschwingliche Übernachtungsmöglichkeiten
im Herzen der Weinbergslandschaft Stellenboschs. Genießen
Sie unsere ländlich Atmosphäre, die wunderschönen
Gärten und die atemberaubende Aussicht auf den
Tafelberg und den Simonsberg. Die Lodge ist ideal für „Outdoor“-Liebhaber,
da es viel zu sehen und zu erleben gibt.
Das Farmhaus hat fünf Schlafzimmer. Außerdem ist eine Gemeinschaftsküche
zur Selbstversorgung vorhanden. Ebenso gibt es eine Sofaecke mit DSTV und einen
Kamin. Unsere Flitterwochen – Suite hat für all dies private Einrichtungen.
Sie ist sehr geräumig, hat ihre eigene Terrasse mit einem beeindruckenden
Blick auf den Tafelberg , ein wunderschönes Badezimmer und eine Klimaanlage.
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Hoch oben an den
südwestlichen Hängen des Simonsberges, benannt
nach Gouverneur Simon van der Stel, kann man den Ort
finden, der als Drie Sprong bekannt ist. Ursprünglich
gehörte das Land einem Angestellten der holländischen “East
India Trading Company”, dessen Aufgabe es war eine
Kanone direkt über dem Anwesen abzufeuern. Diese
Kanone war die dritte in einer von Kapstadt ausgehenden
Reihe, die, via Koeberg, die Ankunft von fremden Schiffen
in der Table Bay ankündigte. Die Siedler des Umlandes
kamen dann auf dem schnellsten Weg nach Kapstadt, um
mit den Besuchern zu handeln oder die Stadt vor Eindringlingen
zu verteidigen.
Auf diesem Anwesen etablierten die Familien Hoheisen und Sperling die starken
Fundamente, die nun weltweit als Delheim bekannt ist.
Am 28. Februar
1699 verkaufte Gouverneur Willem Andriaan van der Stel
ein Stück Land von 25 ha an Lorenz Kampfer, einem
Deutschen aus Pommern.
Lorenz war der erste Siedler des Tals und nannte seine Farm „De Drie
Sprong“, was „wo sich drei Strassen treffen“ bedeutet.
Die Farm lag an
den niedrigeren Hängen des Simonsberges, da es sehr
unpraktisch gewesen wäre Landwirtschaft an den höher
gelegenen Hängen zu betreiben.
Dieses Grundstück hatte neun verschiedene Besitzer, bis es schließlich
am 02. März 1857 von Jan Andries Beyers gekauft wurde.
Offensichtlich hatte Jan Andries das landwirtschaftliche Potenzial des Gebietes
erkannt, da er ein paar Jahre lang das Land, was „ De Drie Sprong“ umgibt,
bewirtschaftete. Im Jahr 1813 erstand er einen schmalen Streifen Land direkt über „ De
Drie Sprong“ und 1843 erwarb er ein weiteres Grundstück, was den
schmalen Streifen Land, sowie „De Drie Sprong“ umgab. Letztendlich
erstand er 1857 auch „De Drie Sprong“.
Dieses große
Grundstück blieb bis 1903, als die Besitzer van
der Byl und Porter es teilten, bestehen. Die obere Hälfte
schloss nichts von dem Land ein, das Kampfer ursprünglich
erworben hatte.
Es ist eins der geschichtlich unerklärlichen Mysterien wie die 200ha große
obere Hälfte als „De Drie Sprong“ bekannt wurde, aber dieses
Grundstück erwarb Hans Otto Hoheisen im Januar 1938. Sein ursprüngliches
Vorhaben war es seinen Ruhestand mit seiner Frau Deli auf diesem Grundstück
zu verbringen. Doch dieser Plan löste sich schnell in Luft auf.
Obstbäume und Buschwerk waren alles, was vor der Ankunft der Hoheisens
auf „De Drie Sprong“ wuchs. Der Umschwung zum Weinbau erfolgte
als ein Freund der Hoheisens ihnen dazu riet, da er wusste, dass die Kapregion
sich sehr gut zur Weinerzeugung eignet.
Hans glaubte auch daran, dass Weine von kleinen Weingütern durchaus von
besserer Qualität sein können als die Weine, die er schon von großen
Erzeugern probiert hatte. Im Jahr 1940 entfernte er das Buschwerk, das den
Hauptteil des Landes bedeckte, da dort nun Reben gepflanzt werden sollten.
Der höher gelegene Teil der Farm war jedoch zu steil um dort Reben anzupflanzen.
Durch seine eigenen Nachforschungen und durch die Zusammenarbeit mit dem Professor
Perold, Professor für Weinbau, entschied sich Hans für den Anbau
von Kap Riesling, Spätburgunder (Pinot Noir), Cabernet und Hanepoot.
Hans,
der den unbrechbaren Willen hatte, den mit seinen Fähigkeiten
bestmöglichen Wein zu machen, war der erste im
Stellenbosch Tal, der sich um die Vorzüge der
modernen Technik bemühte. Hans Hoheisen war einer
der Pioniere unter den Winzern, dessen Bemühungen
auf Experimenten und Fehlschlägen basierten.
Die verschiedensten Rebsorten wurden unter dem Gedanken des einfachen Erntens
angepflanzt – an den pH-Wert des Bodens, Anpassung von Reben an den Bodentyp
und Klima hat man noch nicht gedacht, ganz zu schweigen von Unterlagsreben.
Reben waren Reben und man hatte keine Ahnung von den Möglichkeiten, die
verschiedene Klone bieten. In den Kriegsjahren der 1940er war Überleben
das einzige, was zählte. Es gab keine weinbaulichen oder oenologischen
Experten, die man um Hilfe hätte bitten können und so war es des öfteren
der Fall, das Hans Hoheisen über einem Weintank stand und ein Oenologie
Buch in der Hand hielt.
Zusätzlich zu der begrenzten Anzahl an neuen Maschinen und anderen
Materialien, wegen des Krieges, war Einfallsreichtum und Eigeninitiative im
Keller gefragt. Wenn während der Abfüllung keine Flaschen verfügbar
waren, musste Hans gebrauchte Bierflaschen benutzen. Alle Probleme und Schwierigkeiten
mussten überwunden werden, wobei ein Einkommen immernoch ausblieb. So
ist es umso erwähnenswerter, dass sie mit den Weinen Drie Sprong HOH (Hans
Otto Hoheisen) Muscat Dessert und HOH Cabernet durchaus Erfolg hatten. Hans
sah seine Weine durch die frühen Erfolge nicht länger als „gewöhnliche“ Weine
an. Es gelang ihm seine Weine an Freunde zu verkaufen, aber das Marketing stellte
ein Problem dar, als die trockenen Weine hinter den aufgespritteten Weinen
zurück blieben und Brandy noch eine größere Konkurrenz darstellte.
Freunde sagten auch, dass HOH Weine dabei waren das Image als Weine für
den „Mann auf der Straße“ zu bekommen.
Diese Kritik gab Hans die Möglichkeit seine Frau, Deli, zu ehren. Sie
war unerschütterlich während all den Hochs und Tiefs. Sie half ihm
im Keller, beim Pflanzen der Reben, bei der Verwaltung der Farm und ermutigte
ihn ständig.
Hätte es einen besseren Weg für Hans geben können seiner Frau
zu danken als die Farm und seine Weine nach ihr zu benennen? Daraus folgte
die Geburt von Delheim – Delis Heim.

Der Traum der Hoheisens,
dass sie auf der Farm ihren wohlverdienten Ruhestand
finden würden, platzte bald, da sie feststellten,
dass der Acker – und Weinbau viel mehr Arbeit mit
sich brachten, als sie sich jemals hätten vorstellen
können. Die Lösung des Problems fand Deli während
des Besuchs ihrer Verwandten in Deutschland. Ihr Neffe,
Michael „Spatz“ Sperling, versprach ihr nach
Südafrika zu kommen, um sie und ihren Mann auf der
Farm zu unterstützen.
Spatz setzte die Segel auf der Winchester Castle und kam am Donnerstag, den
19. April 1951 auf Delheim an.
Nach 60 Jahren harter Arbeit wurde Spatz zum Synonym für Delheim und hat
auch einen unvergleichlichen Ruf in der südafrikanischen Weinindustrie.
Delheim produzierte,
trotz fast unüberbrückbaren Schwierigkeiten,
weiter Wein. Die Winde, die vom Simonsberg herunterwehten
und die Obstbäume zerstörten, zerstörten
nun auch die Reben.
Hasen fraßen die Reben und die,die übrig blieben waren meist von
Krankheiten befallen. An manchen Stellen waren die Weinberge sogar nur große
Felder mit Drähten und Pfählen. In den frühen 1950ern wollten
Hans und Spatz die ganze Farm mit Pinien bepflanzen. Jedoch hätten sie
dazu erst alle Drähte und Pähle entfernen müssen. Hinzu kam,
dasss sie immernoch sehr entschlossen waren einen weiteren Versuch zu starten,
um mit ihrem Wein erfolgreich zu sein. So wurde der Plan Pinien zu pflanzen
glücklicherweise nie in die Tat umgesetzt.
Ein weiteres Problem war, dass sie ausschliesslich trockene und halbtrockene
Weine produzierten, die Mehrheit der Bevölkerung jedoch Brandy oder andere
Brände bevorzugte. Die meisten Trauben wurde destilliert und ein kleiner
Teil wurde zu Brandy verarbeitet. Deswegen schien der Profit des Unternehmens
eher gering zu sein und so entschied sich Hans Otto Hoheisen dazu seinem Vater
mit seinem neuen Geschäft auf seiner 14.000ha großen Farm in Timbavati/Transvaal
zu helfen.
Spatz und seine Frau liebten Delheim jedoch sehr und so hinterließ er
Spatz £ 1500 als Startkapital und überließ ihm die Farm anstatt
sie zu verkaufen. Allerdings traf Hans mit Spatz die Vereinbarung, dass er
am Gewinn beteiligt wird.
Während „Spatzendreck“ eine
große Hilfe dabei war Delheim einen allgemein
bekannten Namen zu verschaffen, geschah es allerdings
zwei Jahre zuvor, dass es erste Hinweise auf gute
Weine gab, was den Beginn einer neuen Ära einläutete.
Im Jahr 1959 traten Delheim Weine zum ersten Mal
auf der „South African Wine Show“ in
Paarl in Erscheinung. Spatz gewann dort den Preis
für den besten trockenen Weißwein mit
seinem Palomino, der sich gegen alteingesessene Rebsorten
wie Chenin Blanc und Colombard durchsetzte.
Dieser Erfolg setzte sich fort und wuchs – seit diesem Zeitpunkt ist
Delheim nicht mehr aus der südafrikanischen Weinwelt wegzudenken.
1976 eröffnete das Restaurant auf der Farm, um den immer größer
werdenden Touristenstrom auf der Stellenbosch Wine- Route auffangen zu können.
Die hausgemachten Speisen wurden kreiert, um die Weine zu komplementieren.
Um bei einem immer
stärker werdenden Konkurrenzkampf zu überleben,
braucht man eine gute Planung. Die weinbaulichen Kenntnisse
schritten immer weiter fort, genau wie sich der Geschmack
der Weintrinker veränderte und als erfolgreicher
Weinproduzent muss man mit dem einen Schritt halten können
und sich des anderen bewusst sein. Um diese Gradwanderung
zu meistern musste Spatz Land jenseits von Drie Sprong
kaufen, da hier die Böden hauptsächlich aus
Lehm und Sand bestehen. Aus zwei Gründen waren hier
nur 50ha mit Reben bepflanzt. Erstens sind die höheren
Lagen zu steil um sie zu bearbeiten und zweitens ist
das Klima in diesen Höhenlagen (zwischen 300 und
480m über de Meeresspiegel) nur für den Anbau
von weißen Rebsorten geeignet. Als Spatz die Farm übernahm,
bestätigten seine Versuche die Vermutung, dass die
klimatischen Bedingungen zur Herstellung von gutem Rotwein
ungeeignet sind. Die Böden in Kombination mit der
kühlen, hohen Lage und einem durchschnittlichen
jährlichen Niederschlag von 850mm sind besser zur
Produktion von erstklassigen Weißweinen geeignet.
Die einzige rote Rebsorte, die auf Drie Sprong angebaut
wurde ist Pinot Noir (Spätburgunder), dessen Ernte
zur Produktion von trockenen Rotweinverschnitten verwendet
wurde.

Im April 1971 wurde
die Stellenbosch Wine – Route, die die erste dieser
Art in Südafrika war von Spatz Sperling, Neil Joubert
von Spier und Frans Malan von Simonsig ins Leben gerufen.
Diese drei wurden
unter dem Titel „ die drei verbissenen Männer,
die wissen, was sie tun“ bekannt. Dies rührte
daher, das sie oft hitzige Debatten über das Potenzial
und den Wert dieses Vorhabens führten. Das sie Recht
hatten wird jedes Jahr durch über 500.000 Menschen
bewiesen, die die Stellenbosch Route besuchen. Ein weiterer
Beweis dafür sind die dreizehn weiteren Weinrouten,
die in Südafrika errichtet wurden.
In den frühen
70er Jahren bemerkte Spatz das wachsende Interesse an
Rotwein. Da er wusste, dass seine Weinberge auf Drie
Sprong nicht dazu geeignet waren hervorragende Rotweine
zu produzieren, suchte er nach Rebflächen abseits
der Farm, die dazu besseres Potential haben. 1975 fand
er Weinberge ca. 3 km nord – westlich von Delheim
gelegen. So kaufte er 80ha auf diesem sogenannten „Klapmutskop“.
In Folge dessen bekam er die Möglichkeit seine Frau genauso zu ehren wie
Hans Otto Hoheisen seine Deli. „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht
eine starke Frau“, sagt man und Vera Sperling war die antreibende und
kreative Kraft hinter Spatz und half ebenso mit Delheim zu dem zu machen, was
es heute ist. Die Vera Cruz (Veras Kreuz) Weinberge sind nach Mrs. Spatz benannt.
Es soll auf die Leiden, die sie durchmachen musste seit sie Spatz 1965 heiratete,
hindeuten. Diese Weinberge haben lehmig – sandige Böden und liegen
zwischen 200 und 355m über dem Meeresspiegel. Der durchschnittliche jährliche
Niederschlag ist ca. 30% niedriger als auf Drie Sprong und die Reben bekommen
10 bis 12 Tage mehr Sonnenschein. Diese Bedingungen sind optimal fuer körperreiche,
vollmundige Rotweine, was das Erkennungsmerkmal dessen ist, was als eins der
besten Rotweine des Kaps bekannt ist – der Muldersvlei bowl.
Spatz hatte das Land gefunden, was er brauchte, um mit den besten Rotweinproduzenten
Schritt halten zu können. Seine kaum vorhandene Fähigkeit Wein herzustellen
hinderte ihn nicht daran. Mit seiner geselligen Art fand er bald viele Freunde
unter den zahlreichen deutschen Weinexperten in der Kapprovinz und setzte sich
gegen sie durch, sodass sie ihm halfen seine Fähigkeiten zu verbessern.
Am Wochenende herrschte auf Delheim eine Mischung aus gemütlichen Festen
und Abstechern in den Weinkeller. An einem Sonntagnachmittag, zwischen Sauerkraut
und schwimmen, lud Spatz einen kleinen Kreis seiner Freunde ein, um seine neuesten
Weine zu probieren. Der Inhalt des zweiten halbvollen Tanks war sogar für
sie, in ihrer bereits fröhliche Gemütslage, zu viel. Als Spatz die
bräunlich aussehende Flüssigkeit in das Glas einer Freundin einschenkte,
war ihr Kommentar: „Spatz, das ist jetzt aber wirklich Dreck!“
Nichts hätte Spatz mehr motivieren können als diese Beleidigung.
Aus diesem Desaster heraus wurde der Spatzendreck perfektioniert und der 1961er
Jahrgang konnte zum ersten Mal auf den Markt gebracht werden. Mit seinem Hang
zum Ungewöhnlichen gab Spatz dem Wein den Namen und das weltbekannte Etikett,
was 1970 mit dem Gewinn des Preises für das schlechteste Etikett der Welt,
welcher vom Decanter Magazin verliehen wurde, die ultimative Auszeichnung erlangte.
Spatz erster Jahrgang
im Jahr 1952 umfasste eine Menge von 18 Tonnen; heute
kann der Keller jährlich 1200 Tonnen fassen
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